Neu- oder Gebrauchtreifen?

Leider wird die Anschaffung oder der Wechsel eines Reifens oft als lästige Notwendigkeit betrachtet. Darum ist für viele nur der Preis entscheidend, worin meistens der Fehler liegt. Wenn man hierbei einfach nur kurz überlegt, erkennt man schnell, dass es töricht ist mit den billigsten Gebrauchtreifen unterwegs zu sein. Man fährt oftmals über 100 km/h und alles was einen da auf der Fahrbahn hält sind eben diese vier Reifen. Will man wirklich das Leben von sich und den Mitfahrern wegen ein paar Euro mehr aufs Spiel setzen?

In Winterreifen ist außer dem Profil der Lauffläche und der Mischung auch die Profiltiefe wichtig. Ein neuer Winterreifen hat eine Tiefe von ca. 8-10 mm, was uns mindestens zwei Winter mit sicherer Benutzung garantiert. Denken wir daran, dass ein Winterreifen mit einer Profiltiefe von 4 mm und weniger nicht mehr die angemessene Haftung bietet und den Bremsweg erheblich verlängert. Gebrauchte Reifen haben oft eine Profiltiefe von 5 mm und darunter, was den Sinn ihres Kaufs in Frage stellt. Schließlich bieten neue Reifen eine Herstellergarantie, Gebrauchtreifen haben diese meistens nicht.

Das heißt nicht, dass von Gebrauchtreifen komplett abzuraten ist! Vor einem Kauf sollte Ihnen aber einiges bewusst sein, unter anderem, dass viele Schäden mit dem bloßen Auge so nicht zu erkennen sind. Ist die innere Struktur des Reifens stark beschädigt, kann das den Reifen während der Fahrt zum Platzen bringen und somit Grund für einen Verkehrsunfall sein. Das stellt immer ein gewisses Risiko dar.

Dafür kosten Gebrauchtreifen meist zwischen 30-80% des Neupreises, was den Kauf bei einem Satz natürlich sehr attraktiv macht! Lässt man die Reifen von Experten begutachten und diese dann grünes Licht geben, so sollte man auf der sicheren Seite sein. 

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